Merkliste
Die Merkliste ist leer.

Mutig am See und im Glarnerland

Eine Veranstaltung von Baeschlin Litteraire
Mutig am See und im Glarnerland

Von: mitg.
Di. 31. Dez. 2013 – 05:20

sprinter_d_1


Der Kultur-Sprinter fängt das neue Jahr an mit Geschichten über mutige Menschen am Zürichsee und im Glarnerland. Eine Doppel-Autorenlesung im Bücherwagen zwischen Zürich und Glarus entführt Zugsreisende und Leser am 4. Januar 2014, Zürich HB ab 09.40, zurück ins 18./19. Jahrhundert und verwandelt eine Zugsreise so in eine packende Zeitreise.

sprinter_d_2

Es herrschte Not im Glarnerland, als im Oktober 1799 50 000 fremde Soldaten den Kanton überfielen. Sämtliche Wintervorräte wurden innert weniger Tage aufgezehrt. Die Bevölkerung stand vor einer Hungersnot. Verzweiflung machte sich breit. Vor allem die Kinder litten unter dieser Not. Da machten sich weit mehr als 1000 von ihnen mutig auf den Weg Richtung Zürich. Die junge Glarnerin Rhea Schiltknecht schildert in ihrem ersten Buch «Femmi» ein Schicksal aus der Zeit der Glarner Kinderzüge und lässt damit ein spannendes, berührendes und doch wenig bekanntes Kapitel der Schweizer Geschichte neu aufleben.

Fast zeitgleich spielt Erich Sutters sorgfältig recherchierte Roman über den jungen Schuhmacher Jakob Willi von Horgen, der sich von der Armee des Königs von Sardinien anwerben liess, desertierte und auf Sardinien, später auf einer britischen Fregatte in Kriegsgefangenschaft geriet, aus der ihm 1801 die abenteuerliche Flucht zurück nach Horgen gelang. Hier wurde er 1804 Anführer der «gerechtigkeitsbegehrenden Truppe», die sich im «Bockenkrieg» für die Befreiung der Landbevölkerung vom Joch der Stadt Zürich einsetzte.

sprinter_d_3

Selten besteht die Gelegenheit, unterwegs im fahrenden Zug durch eine reiche Kulturlandschaft die eigene Heimat am See und in den Bergen besser (und vergnüglicher !) kennenzulernen als am Samstag, 4. Januar, auf dem Glarner Kultur-Sprinter.

Wer mehr Zeugen der Glarner Geschichte anschauen möchte, dem stehen am Wochenende eine Reihe von sehenswerten Museen im Tal der Linth offen, vom Freulerpalast in Näfels, dem Orts- und Anna-Göldi-Museum in Mollis bis zum Leglerhaus in Diesbach. Die Fortsetzung der Zugs-Lesung findet ab 11.00 Uhr im Soldenhoffsaal der Landesbibliothek Glarus statt.

Für die Veranstaltung an Bord des Glarner Sprinters ist ein gültiges Billett Zürich–Glarus 2. Klasse zu lösen. Für die Lesung im Soldenhoffsaal (zusätzlich mit Roland Schiltknecht am Hackbrett! ) ist der Eintritt frei (freiwillige Kollekte).

Weitere Infos: Glarner Kultur-Sprinter
Gaby Ferndriger und Hansrudolf Frey, Programmverantwortliche
gaby.ferndriger@hispeed.ch oder frey.kulturprojekte@bluewin.ch


Pressemitteilung

Wird es zu einer Revolution des Lehrplans 21 kommen?

Von: Juliane Krappe
Do. 9. Jan. 2014 – 05:30

Am Samstag kam im Glarner Kultursprinter zusammen, was für eine Aufstockung des Glarner und vielleicht sogar des Zürcher Stundenplans sorgen könnte. So öffneten die beiden Autoren Rhea Schiltknecht und Erich Suter eine Tür, hinter der sich allerhand Interessantes und Wissenswertes zu unserer Zeitgeschichte befand. Schuleinsatz erwünscht.

sprinter_c_1

sprinter_c_2

«Mutig am See und im Glarnerland» – mit diesen Worten eröffnete Hansruedi Frey am Samstag die erste Kultursprinterfahrt im neuen Jahr. Mit doppelter Autorenkraft und Interessantes aus dem 18. und 19. Jahrhundert rollte der Glarner Kultursprinter wie gewohnt ab 09.40 Uhr vom Zürcher Hauptbahnhof ins Glarnerland. Ziel der Kultur- und Zeitreise: Der Soldenhoffsaal in Glarus, in dem Roland Schiltknecht mit seinem Hackbrett bereits auf seinen Einsatz wartete.

sprinter_c_3

sprinter_c_4

1333 Kinder könnten den Lehrplan ergänzen

Es war die Eröffnungsfahrt im neuen Jahr und für Hansruedi Frey speziell. «In 40 Jahren als Verleger kam mir nie ein Buch wie das von Rhea Schiltknecht in die Hände. Ihr Erstlingswerk ist so präzise recherchiert und gut geschrieben, dass es sogar den Lehrplan 21 revolutionieren könnte», sichtlich begeistert spricht Frey mit den beiden Autoren über die Einbindung in den Schulunterricht, während sich die Landschaft immer wieder verändert und neue «Tatorte» Einzug halten. Von dem Buch «Femmi» und 1333 Kindern, die zwischen 1799 und 1801 in Kinderzügen aus dem Glarnerland geschafft wurden, geht es zu einer weiteren Hauptperson: Jakob Willi. «Keine Rettung möglich», geschrieben von Erich Suter, könnte ein weiterer Baustein für den Lehrplan 21 sein.

sprinter_c_5



sprinter_c_7

«Heute geht es nicht ins BSINTI»

Im Soldenhoffsaal geht die geschichtlich-persönliche Reise mit musikalischer Begleitung durch Roland Schiltknecht und seinem Hackbrett anschliessend weiter. Bekannte Gesichter aus vorangegangenen Kultursprinterfahrten und auch die Bahn-Gäste aus Zürich bestaunen nun die Wandmalereien im Soldenhoffsaal. Hansruedi Frey als bekennender BSINTI-Fan erklärt nun, warum es diesmal nicht nach Braunwald ins BSINTI ging und bittet Gaby Ferndriger, die Gäste kurz über den aktuellen Stand zu informieren. Souverän berichtet sie von den Schwierigkeiten und dass nun definitiv ein Umbau in abgespeckter Variante und die Wiedereröffnung im Frühling stattfinden wird. Allerdings würden noch zirka 50 000 Franken fehlen, damit auch eine kleine Terrasse entstehen kann.

sprinter_c_8


Das Puzzle-Spiel «Geschichte Glarnerland»

Von Braunwald zurück in den Soldenhoffsaal, Hansruedi Frey begrüsst Rhea Schiltknecht nochmals mit einer Laudatio, bevor diese nach einer Danksagung an die Gäste und besonders an ihren Grossvater das liest, was sich vor gerade mal 215 Jahren im Glarnerland abgespielt hat und von dem es noch keine Unterrichtseinheit gibt. Wer weiss, was die Zukunft in Hinblick auf die Vergangenheit so bringt – mit ihrem ursprünglichen Matura-Werk «Femmi» konnte sich Rhea Schiltknecht nicht nur eine 6 holen, sie hat auch dafür gesorgt, dass die Puzzle-Teile der Jahre 1799–1801 in der Glarner Geschichte zusammengefügt wurden.

sprinter_c_9

sprinter_c_10

sprinter_c_11

sprinter_c_13
VeranstaltungsortGlarner Sprinter
VeranstalterBaeschlin Litteraire
ThemenbereichLitteraire Kultursprinter

Produkte zum Thema

Teilen

Es werden keine Komponenten zur Einbindung von sozialen Medien angezeigt.
Sollen diese künftig angeboten werden?

Verlauf