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Vom wundervollen letzten Linthal-Wochenende

Eine Veranstaltung von Baeschlin Litteraire
Pressemitteilungen

Vom wundervollen letzten Linthal-Wochenende

Von: Juliane Krappe
Do. 10. Apr. 2014 – 05:20

Die Tage sind gezählt, die neuen Mieter «meiner» Wohnung im ehemaligen Bad Stachelberg-Hotel haben an diesem Wochenende die ersten Sachen auf den Dachboden gebracht und auch meine Möbel sind gewandert – vom hintersten Ende des Zigerschlitzes in den Kanton Zug. Nun es ist an der Zeit, einfach mal danke zu sagen. Danke für zwei Jahre und sechs Monate Leben im Kanton Glarus.

Was war das doch für ein wunderschönes letztes Wochenende mit eigener Bleibe in Linthal. Als ob es ein Abschiedsgeschenk gewesen wäre, startete der Glarner Kultursprinter Samstagmorgen am Zürcher Hauptbahnhof und fuhr bis nach Linthal. Mit einem Extrabus und Eveline Hasler ging es dann sogar noch ins Thierfehd – dem Ort, zu dem es mich in den letzten Jahren immer wieder zog, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Mein Lieblingsberg im Glarnerland ist nicht der Tödi, auch nicht der Glärnisch oder der faszinierende Kilchenstock, nein: Mein Lieblingsberg ist die Selbsanft und von genau diesem Berg erzählte Eveline Hasler im Hotel Tödi. Ein Moment, in dem mir klar wurde: Es ist Zeit, einfach mal danke zu sagen.

Danke an den Föhn, die Glarner und die «steilsten Berge Europas»

Doch wo fängt man da nur an? Zwei Jahre und sechs Monate zuhinterst im Glarnerland – mit Höhen und Tiefen, mit Menschen, die Spuren im Leben hinterlassen und einer sagenhaft anmutigen Natur. Danke wohl zu allererst einmal an einen der ältesten Glarner ... «Kennst du schon die beiden ältesten Glarner?» – Zu gut kann ich mich noch an das erste Gespräch mit Annemarie Bettiga erinnern, in dem sie mir unter anderem vom Föhn erzählte. Neben ihr – Andrea Bettiga, unser Landammann. Einer,der mir doch so einige Male vor die Kamera lief und zugegebenermassen auch der erste Politiker, den ich so persönlich kennenlernen durfte. Von den Bettigas über die Braunwaldbahnangestellten, die doch an so einigen Tagen und Nächten für ein Gespräch herhalten mussten.

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«Danke, auch wenns bei euch im Winter zieht»

So waren sie während meiner gesamten Glarner Zeit meine direkten Nachbarn und daher auch hier einfach mal: Danke. War schön mit und bei euch (auch wenns in eurer Verladehalle im Winter mächtig zieht ...) und merci für all die vertrauten Stunden, Momente, in denen man Sorgen und Freude teilen konnte. Danke an den Föhn für all die wundervollen Bilder und beeindruckende Winde, die ich in den letzten Jahren hier zuhinterst im Zigerschlitz erleben durfte und danke an glarus 24 für die Veröffentlichung jeglicher Texte, dass ihr nie an meinem Stil herumkritisiert habt und auch die 1. -April Medien-Ente zur neuen Volksinitiative zur Abschaffung des Sommerzeitgesetzes genommen habt. Und danke natürlich auch an die Bettigas für all die Einladungen und immer wiederkehrenden lieben Worte.

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Danke für die gemeinsamen Momente

Von den Elmer Sportbahnen über Braunwald ins Klöntal und an den Walensee – überall verteilt sind Menschen, an die ich gern auf meinem neuen Balkon mit Blick über Zug zurückdenke und die einige Glarner Momente zu etwas Besonderem machten. Der lange Hans und die Rösli aus Elm, der Franz Schumacher und der Markus Zweifel aus Braunwald, der Freddy und die Pia aus Diesbach, der Fridolin aus Rüti, die Els und die Vogels aus Glarus ... Und das sind nur ganz wenige der Menschen, die das Glarnerland zu etwas Besonderem machen. Danke auch an Gaby Ferndriger und Hansruedi Frey, die einen der drei letzten Glarner Kultursprinter von Zürich bis nach Linthal schickten und das mit einer der wundervollsten Schriftstellerinnen, die es auf der ganzen weiten Welt gibt.

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Von einer beeindruckenden Schriftstellerin

In zwölf Sprachen wurden ihre Bücher bisher übersetzt, der Wikipedia-Eintrag ist lang, mit ihren 81 Jahren heizt sie dem Glarnerland Tourismus noch ganz schön ein: Eveline Hasler, eine Frau, die einfach Spass macht und mit ihren Büchern erreicht, dass einiges nie in Vergessenheit gerät. An meinem letzten Linthal-Wochenende konnte ich nun zum ersten Mal an ihrem Tisch sitzen und mehr über sie erfahren. Vielen Dank auch hier an Eveline Hasler, eine Schriftstellerin aus Leidenschaft, die mein letztes Linthal-Wochenende unvergesslich werden liess und mit der es vielleicht ja eines Tages kulturzytmässig weitergeht: Danke an Els Baeschlin und Nicolas Ferndriger für den sehr unterhaltsamen Zug-Nachhilfeunterricht zum iPod, selten so gelacht und das ist doch etwas, für das man sich gar nicht genug bedanken kann. Und danke natürlich besonders auch an Hansruedi Frey für die Realisierung einiger Ideen und Anregungen.

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Und danke für ein Leben im Bad Stachelberg

Ganz besonders bedanken möchte ich mich auch noch schnell bei meinem Vermieter Hanspeter Odermatt für die zwei Zimmer einer riesigen 5-Zimmer-Wohnung. Nach meiner Trennung gab er mir, meinem Hund und meinen beiden Katzen die Möglichkeit, sehr günstig zwei einer insgesamt 5-Zimmer-Wohnung zu mieten, die er zuvor wahnsinnig schön saniert hatte. Danke, dass ich meine letzten Glarner Monate mit Blick auf die Selbsanft in dieser Traumwohnung so geniessen konnte und alles Gute auch den beiden neuen Mietern, die durch ein drittes Leben bald noch den Spielplatz hinter dem Haus füllen werden.

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Die Rückkehr der Giganten

Artikel erschienen in der Glarner Woche am 9.4.14


Erfahren Sie hier, was sich jeweils am ersten Samstag im Monat auf der Strecke zwischen Zürich und Glarus abspielt. Denn der Glarner Kultursprinter rollt noch bis zum Sommer und wird noch die eine oder andere Überraschung pendeln lassen.

Samstag, 5. April 2014 Zürich HB ab 09.40 im Lesewagen nach Glarus, Schwanden, Linthal. Bustransfer von Linthal SBB ins Thierfehd, Fortsetzung im Restaurant Tödi, Thierfehd 11.45 Uhr. 

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Mit Eveline Hasler auf den Spuren Melchior Thuts ins Glarnerland: Thierfehd

Moderation Gaby Ferndriger und Hansrudolf Frey

Mit siebzehn Jahren hört der Glarner Bauernsohn Melchior Thut einfach nicht mehr auf zu wachsen. Mit achtzehn misst er volle 2 Meter 34 und wird auf Jahrmärkten in ganz Europa zur Schau gestellt. Später dient er als Gardesoldat in der Armee Friedrichs des Grossen, dann als «Kammertürke» am Hofe Karl Eugens von Württemberg, des prunkversessenen, masslosen Fürsten. Doch, wer war der «Glarner Riese» wirklich?

Eveline Hasler, eine der erfolgreichsten Schweizer Autorinnnen, geht dem Menschen und Aussenseiter aus dem 18. Jahrhundert nach. Die Reise führt von Zürich über Glarus, Schwanden, Linthal ins Thierfehd.

Zuhinterst im Tal der Linth, in einer wild und archaisch anmutenden Landschaft, zeigt sie auf, wie eine ganze Epoche mit Aussenseitern ihrer Zeit und mit ungewöhnlichen Gedanken und Ideen umgegangen ist: Eine Entdeckungsreise zurück zu den Wurzeln unseres modernen Denkens.

Begleiten Sie Eveline Hasler auf dieser Zeitreise in die Vergangenheit und lernen Sie eine der faszinierendsten und literarisch bedeutsamsten Landschaften des Glarnerlandes kennen. Mit einem Imbiss im «Tödi» und mit vielen Gelegenheiten, mit der Autorin persönlich ins Gespräch zu kommen.

Eveline Hasler, geboren und aufgewachsen in Glarus, Studium der Psychologie und Geschichte an der Universität Freiburg und in Paris, Lehrerin in St. Gallen. Zuerst Verfasserin von Kinder- und Jugendbüchern, später von Lyrik, dann von erzählerischen Werken für Erwachsene. Haslers umfangreiches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, ihre Bücher sind bisher in 12 Sprachen übersetzt.

Für die Veranstaltungen an Bord des GlarnerSprinters ist ein gültiges Billett (Zürich HB-Glarus-Linthal) zu lösen. Für den Bustransfer von Linthal SBB ins Thierfehd und die Lesung im «Tödi» freiwillige Kollekte.

Vorschau: Die Mai-Veranstaltung des Glarner KulturSprinters: Samstag, 3. Mai, Zürich HB ab 09.40 mit den Dichtern Beat Brechbühl und Christian Uetz im «Lyrik-Zug» nach Glarus.
VeranstaltungsortGlarner Sprinter
VeranstalterBaeschlin Litteraire
ThemenbereichLitteraire Kultursprinter

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