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WolfensbergerWilliam

Wolfensberger, William

*Zürich-Hottingen 17.6.1889, †Rheineck (SG) 6.12.1918, Schriftsteller. Der Sohn eines Kartonagefabrikanten war Schüler des Zürcher Gymnasiums und studierte danach Germanistik und Theologie. Nach dem Scheitern einer Liebesbeziehung und einer Auseinandersetzung mit dem autoritären Vater ging er 1914 als Pfarrer ins abgelegene Bündner Dorf Fuldera. W., der den Ideen von L. _Ragaz nahestand, scheiterte dort allerdings schon bald und trat 1917 nach einer schweren seel. Krise eine neue Stelle in Rheineck an. Hatte sein literar. Erstling »Unsers Herrgotts Rebhang« (En., 1916) noch einem zutiefst pessimist., todessüchtigen Welt- und Menschenbild das Wort geredet, so entstanden jetzt, im Banne eines moderaten zweiten Liebesglücks, erstmals auch Erzählungen und Gedichte von einer beinahe optimist. Tonart: »Seines Bruders Hüter« (En., postum im Bd. »Köpfe und Herzen«, 1919) oder der lyr. Zyklus »Lieder aus einer kleinen Stadt« (1918), der Rheineck eine liebevolle Hommage darbrachte. Als bewegende Zeugnisse einer unsentimentalen, niemals frömmler. christl. Dichtung wurden Publikationen wie seine »Religiösen Miniaturen« (1917) nach seinem Tod immer wieder neu aufgelegt und fanden auch die aus dem Nachlass hg. Bände rasch eine treue Leserschaft. Ein halbes Jh. später gab sein Studienkollege R. Lejeune eine einfühlsam kommentierte Ausgabe seiner »Gesammelten Werke« (1965) heraus. … Lit.: Konzelmann, M.: W.W. Leben und Wirken, Erlenbach 1924; Linsmayer, C.: W.W., in: Literaturszene Schweiz, Zürich 1989. (Schweizer Lexikon)

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