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Berger, Lore

Als Tochter eines Lehrerehepaars hatte Lore Berger eine wohlbehütete Kindheit. Nach den Schulen immatrikulierte sie sich 1939 mit den Studienfächern Germanistik und Romanistik an der Universität Basel. 1941 meldete sie sich als Freiwillige beim militärischen Frauenhilfsdienst, für den sie bis 1943 als Bürogehilfin bei einem Gericht tätig war.

1943 entstand ihr Roman "Der barmherzige Hügel. Eine Geschichte gegen Thomas", der 1944 postum veröffentlicht wurde. Am 14. August 1943 stürzte sich Lore Berger auf dem Basler Bruderholz, dem „barmherzigen Hügel“ aus ihrem Roman, vom Wasserturm in den Tod. In ihrem Roman hatte sie die Figur der Bea genau auf diese Weise sterben lassen. Es ist zu vermuten, dass der Roman nicht zuletzt auch wegen Bergers Suizid und den Parallelen im Roman 1944 veröffentlicht wurde. 1981 wurde der Roman neu aufgelegt und dabei auch ins Französische und ins Italienische übersetzt und im gleichen Jahr von Beat Kuert unter dem Titel "Die Zeit ist böse" verfilmt.

2018 erschien als 35. Band in der Reihe "Reprinted by Huber" im Verlag Th. Gut, herausgegeben vom Germanisten und Literaturkritiker Charles Linsmayer, eine vielbeachtete Neuausgabe mit einem ausführlichen biographischen Nachwort und dem Erstabdruck von Passagen aus Lore Bergers persönlichem Tagebuch. Die Texte zeigen erstmals auf, wie sehr sich der Roman an die tatsächlichen Lebensumstände anlehnt – oder besser wohl: wie sehr sich Lore Bergers Leben an die in ihren Texten vorweggenommene Lebens-Dramaturgie hielt.

Quelle: Wikipedia

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